»IIH-4 Festival CAMP« // Intervention // AEG // 27.-31.07. 16H

IT ISN’T HAPPENING / IIH-4 FESTIVAL CAMP

Dienstag 27. bis Samstag 31.7.2021 Auf AEG Nürnberg

Ein Festival funktioniert wie ein großer Pool mit Bar in der Mitte. Alle bewegen sich frei und teilen sich doch das gleiche Becken, am besten über mehrere Tage.

2021 erweitert sich das IIH-Festival um den Bestandteil CAMP und verzerrt damit seine zeitlichen und örtlichen Dimensionen.

Übersicht:

Dienstag - Donnerstag 16 - 22 Uhr  | Performative Interventionen | Eintritt ohne Festivalticket möglich
Black Cube | Kulturwerkstatt Auf AEG | Eingang über Muggenhofer Straße
+ verteilt auf dem AEG Gelände, u.a.:

Di, Work in progress, den Camp-Künstler:innen kann bei der Arbeit zugesehen werden
Mi, 19 Uhr Gespräch mit Nina Emge und Lecture Performance von Stephan Janitzky
Do, 19 Uhr Screening und Gespräch mit Nicole L'Huillier und Patricia Dominguez zu der Arbeit Leche Holográfica
Do, 20:30 Uhr Performance Mina Reischer, EZEG

Freitag & Samstag 16 - 22 Uhr | Open-Air Line Up & Performative Interventionen | Eintritt mit Festivalticket
Innenhof Kulturwerkstatt Auf AEG | Zugang über Fürther Str. 244d

Acht interdisziplinäre Künstler:innen aus den Bereichen des Theaters, des Sounds, der installativen sowie der Performance-Kunst lassen sich auf den Prozess des gemeinsamen Produzierens ein. Das IIH CAMP versteht das Sound-Festival als Rahmen für performativen Austausch und will den Prozess als Parallele zum Event zelebrieren.

Mit mobilen Bühnenwanderungen, Klangaktivierungen von Transferräumen, Hörobjekten, metabolistischen Klangarchitekturen, audiovisuellen Performances und Lesungen aus selbstpublizierten Magazinen wird zwischen dem 27. und 31.07. in fluiden und spontanen Aktionen das Gelände um die Kulturwerkstatt bespielt und die Festivalzeit über die Kerntage ausgeweitet.

Konzerte und Interventionen bilden einen Dialog zwischen den vermeintlichen Disziplinen und erweitern den Bühnenraum in den öffentlichen Raum auf AEG.

Zu welchen Zeiten Besucher:innen am besten auf CAMP Aktionen treffen können wird immer wieder spontan erweitert. Infos hier, vor Ort, sowie auf den Social Media Kanälen des Festivals.

Mit Jonas Till Hoffmann, Julia Liedel, Laura Immler, Laura Ziegler, Mina Reischer, Nicole L’Huillier, Nina Emge und Stephan Janitzky

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Jonas Till Hoffmann

Jonas Till Hoffmann ist Installationskünstler und Filmemacher. Der Background in Animation ist für seine künstlerische Praxis zentral geblieben. Seine Sound- und Videoinstallationen stellen rhythmisch Verhältnisse von Präsenz und Absenz über zeitbasierte Techniken wie Loops gegenüber. Die Qualität von Sound, jemanden an andere Orte transportieren zu können bzw. durch Sound an mehreren Orten zugleich sein zu können, sind wichtige Bezugspunkte für ihn.

Julia Liedel

Julia Liedel (*1991 in Nürnberg) fasst Bewegung, Performance, Malerei, Sound und Installation zusammen im Medium Video. Zwischen Tarot und Extremsituationen beschäftigt sie sich mit grundlegenden Themen des Lebens und Menschseins, mit Liebe, Umweltzerstörung, Feminismus und der Freiheit des Spiels.

Laura Immler

Laura Immler (Leipzig) arbeitet als Bühnenbildnerin und im musikalischen Bereich in der freien Theaterszene an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst. Aktuell beschäftigt sie sich intensiv mit posthumanistischer und Ähnlichkeitstheorie, Ressourcenströmen und Wirtschaftssystemen. Sie eignet sich außerdem neue technoligischkünstlerische Methoden an, sowohl zur Musik- und Soundkreation als auch für 3D-Modellierung und Animation.

Laura Ziegler

Die Malerin und Multimedia-Künstlerin Laura Ziegler (*1990, lebt und arbeitet in Hamburg) untersucht spielerisch den sozialen Zweck der Kunst und ihren privilegierten Standpunkt gegenüber politischen Prozessen. Kollaboration und Aktivismus sind Teil ihrer künstlerischen Praxis. Sie ist Teil des Agitprop-Kinoprogramm Proform Filmklub und des Nachbarschaftsprojekts des Park-Fiction-Kollektivs.

Mina Reischer

Mina Reischer (lebt und arbeitet in Nürnberg) schreibt Texte, die sie mit Stimmen und Sounds anderer Künstler*innen zu Radio-Hörstücken collagiert. Seit Beginn der Pandemie entstanden in Kollaboration mit Jonas Till Hoffmann mehrere Video-Performances entstanden, in denen sie mittels eines Repertoires ungeprobter Bewegungsabläufe auf ihre Audioarbeiten reagiert.

Nicole L’Huillier

Nicole L’Huillier (*1985, Santiago, Chile) navigiert durch die porösen, fruchtbaren Territorien zwischen Kunst und Wissenschaft. Neben der Promotion im MIT Media Lab ist sie experimentelle Musikerin und Schlagzeugerin. Töne, Vibrationen und Resonanzen nutzt sie als fluides Material, um Imagination und Kollektivität gegen statische und anthropozentrische Perspektiven antreten zu lassen.

Nina Emge

Nina Emge studierte an der Zürcher Hochschule der Künste, an welcher sie 2019 mit Auszeichnung abschloss. In ihrer Praxis ist die Auseinandersetzung mit organischen Formen, Klang und dessen Wirkung präsent. Außerdem spielen Fragen rund um den Begriff des Zuhörens eine zentrale Rolle. Dies zeigt sich unter anderem in ihrer Recherche und Archivarbeit, ihren Installationen und Zeichnungen, sowie in kollaborativen Werken. Emge ist aktives Mitglied des Transnational Sound Initiative.

Initiiert durch Alexandra Hojenski und Michael Akstaller gemeinsam mit IIH

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Funders: Musikfonds e. V. | Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien | Neustart Kultur | Stadt Nürnberg Bürgermeisterin Geschäftsbereich Kultur | zumikon kulturstiftung | Bezirk Mittelfranken

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