»IIH-4 OPEN-AIR« // Festival // AEG // 30. & 31.07. 16H

IT ISN’T HAPPENING / IIH-4 FESTIVAL OPEN-AIR

Freitag 30. & Samstag 31.7.2021 Kulturwerkstatt Auf AEG Nürnberg

IIH Camp ab 16 Uhr, Konzerte ab 18 Uhr

Lineup

Concerts: Lucrecia Dalt | Lyra Pramuk | Les Trucs | Zement | Fausto Mercier | Belia Winnewisser | Liæn | Dato Alaplaya x Valeriia Tureieva

Artist Camp: Jonas Till Hoffmann | Julia Liedel | Laura Immler | Laura Ziegler | Mina Reischer | Nicole L’Huillier | Nina Emge | Stephan Janitzky

Installation Caustic Shards: Simon Schallé | Tobias Rauch | Zoe Mahlau

It Ain't Local: 48h Radiosender und -Empfänger von Carlos R. & Joy

Im Juli und Oktober laden wir zur vierten Ausgabe des Festivals für grenzgängerisch-experimentelle Sounds, A/V-Performances und Club-Musik aus zeitgenössischer & elektronischer Musik sowie Pop, Sound-Art und Improvisation. Wir haben das Festival dieses Jahr in verschiedene, COVID-konforme, Teile aufgesplittet.

Der erste Teil findet als 2-tägiges Open Air in dem stimmungsvollen Innenhof der Kulturwerkstatt Auf AEG statt. Neben Konzerten wartet das IIH Camp mit einem Installations- und Performanceprogramm auf. Im Fotostudio Riese nebenan findet zeitgleich die audiovisuelle Installation Caustic Shards statt.

VVK: 14,- pro Abend | 24,- für beide Abende: itisnthappening.ticket.io

Konzert-Highlights am Freitag sind die Kolumbianerin Lucrecia Dalt, die zur Speerspitze der aktuellen elektronischen Avantgardemusik zählt und das fränkische Neo-Krautrock-, Psychedelic- und Elektronikduo Zement, die ihr neues Album Rohstoff präsentieren. Große Pop Gesten, dekonstruierte Clubmusik und Gesang versprechen die Schweizerin Belia Winnewisser, sowie die lokale Verydeeprecords-Newcomerin LiÆn,die mit The-Knife-artigen Soundscapes ergänzt.

Der Samstag wird live geprägt von den beiden energiegeladenen Mensch-Maschinen Les Trucs, der - vom Spiegel mit einem Björk-Vergleich geadelten - Performance- und futuristic Folkkünstlerin Lyra Pramuk aus Pennsylvania, dem aus Ungarn stammenden Digital Hardcore Neuinterpreten Fausto Mercier und dem Live-Debut von Dato Alaplaya x Valeriia Tureieva aus Nürnberg, die zwischen Synthpop, Noise und sensual Industrial improvisieren werden.

Parallel lädt an beiden Tagen das IIH Camp acht Künstler:innen verschiedener Bereiche ein sich temporär auf dem AEG Gelände niederzulassen und das Festival zu begleiten. Die sowohl lokalen wie internationalen Camp-Teilnehmer:innen weiten die Festivalzeit über das Wochenende hinaus aus und verteilen Performances, Klanginstallationen und spontane Interventionen auf und um das Festivalgelände.

Die audiovisuelle Installation Caustic Shards zeigt Erinnerungen einer Spiegelfläche und ist aus der Idee heraus entstanden, was passiert, wenn reflektierende Oberflächen ihre Bilder konservieren könnten. So wird die Spiegel- zur Projektionsfläche (Simon Schallé) und erzählt die stilisierte Geschichte von Sound und Licht (Zoe Mahlau und Tobias Rauch) aus einem nahegelegenen Logistikzentrum.

Als Äther des Festivals verbindet It Ain’t Local für 48 Stunden die einzelnen Festivalsplitter durch Live-Feeds, Telefonschaltung, Berichterstattung, Interviews und Phantom Präsenzen miteinander. Der Radiosender und -Empfänger wird gestaltet von Carlos R. & Joy.

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Lucrecia Dalt

Schon seit Jahren auf unserer Wunschliste, konnten wir die kolumbianisch/deutsche Klangkünstlerin und Pop-Surrealistin Lucrecia Dalt für unser Open Air gewinnen. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass Dalt zur Sperrspitze der elektronischen Avantgarde zählt. Ihr Streben nach Klängen führte sie bereits um die halbe Welt. Im Laufe der Jahre konzeptionierte sie Klangarbeiten für Pioneer Works in New York, das Haus der Kulturen der Welt in Berlin und die New South Wales Kunstgalerie in Sydney und arbeitete u.a. mit Künstlerinnen wie Gudrun Gut und Julia Holter zusammen. Im kreativen Prozess besitzt sie die Fähigkeit tief zu graben, was vielleicht auch durch ihren Hintergrund als geotechnische Ingenieurin zu erklären ist. So experimentiert sie mit Bezügen aus der kolumbianischen Mythologie bis hin zum deutschen New-Wave-Kino und verarbeitet diese zusammen mit analogen Instrumenten, einer Vielzahl an Synthesizern und ihrer Stimme zu einem kosmischen Ganzen.

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Lyra Pramuk

Lyra Pramuk ist eine Sängerin, Komponistin und Produzentin, die hauptsächlich mit ihrer eigenen Stimme arbeitet. Sie verschmilzt klassischen Gesang, Pop-Sensibilität, Performance-Praktiken und zeitgenössische Club-Kultur in etwas, das am besten als futuristische Folk-Musik beschrieben werden kann. Neben ihrer Soloarbeit hat die aus Pennsylvania stammende Opernsängerin u.a. mit Holly Herndon und Colin Self zusammengearbeitet. Mit ihrem im Frühjahr letzten Jahres veröffentlichten Debutalbum Fountain erfuhr sie international große Aufmerksamkeit, Der Spiegel verglich dieses gar mit dem Björks Medúlla. Ganz von ihrer Stimme getragen und von Elektronik geformt und strukturiert, sind ihre Liveauftritte emotionale, sinnliche und hingebungsvolle Reisen.

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Les Trucs

Les Trucs sind zwei Mensch-Maschinen und eine Menge elektronischer Gerätschaften. Halb Fleisch, halb Draht. Halb Experiment und halb Pop. Mit ihren schnellen und energiegeladenen Live-Shows baut das Frankfurter Duo eine Szenerie aus Noise, Komposition, Spoken-Word und Dance. Hinter Les Trucs stehen Charlotte Simon und Toben Piel. 2008 begannen sie als Live-Band und erweiterten diesen Ansatz sukzessive, um die Schnittmenge zwischen musikalischem Happening und Theaterproduktion auszuloten. Sie treten sowohl in Club- und DIY-Settings als auch im Kunstkontext auf. In den letzten Jahren sind sie durch ganz Europa, Russland, Israel und Japan getourt. Zusammen mit Benjamin Bascom betreiben sie außerdem ein Kassettenlabel für experimentelle, elektronische Tanzmusik namens MMODEMM und organisieren Veranstaltungen in ganz Deutschland.

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Zement

Mit ihrem Mix aus motorischen Rhythmen, flirrenden Synths und psychedelischen bis noiseigen Gitarren, erschaffen Zement einen eklektischen Mix aus Neo-Krautrock, Psychedelic, Noise-Rock und Elektronik und lassen dabei Bands wie CAN oder NEU! aufleben. Die beiden Franken Philipp Hager (Gitarre, Synthesizer, Drum-Machine, Effekte, Flöte) und Christian Büdel (Drums, Percussion) spielen in dieser Kombination bereits seit 2014 zusammen und sind schon viele Jahre in verschiedenen musikalischen Zusammenhängen aktiv. Auf ihrem dritten Album Rohstoff, welches Anfang Juli pünktlich zum IIH-Open Air erscheint, bleiben sie sich der thematischen Bearbeitung ihres Namens treu, erweitern ihren Sound jedoch um Facetten aus der elektronischen Musik und Free-Jazz.

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Fausto Mercier

Auf Fausto Mercier sind wir durch sein 2019er Album Fullscreen aufmerksam geworden und haben im Anschluss festgestellt, dass er bereits auf dem Nürnberg-Heilbronner IDM-Label Kaer'Uiks veröffentlicht hat. Der aus Ungarn stammende Produzent und Medienkünstler ist seit 2016 unter dem Pseudonym aktiv. Geprägt von der digital Hardcore Kultur und Deconstructed Club Music sticht er heraus, da er es schafft, seine scheinbar chaotischen und fragmenthaften Trackstrukturen zu einem harmonischen und spannungsgeladenen Gesamtbild zu verweben und live zu präsentieren.

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Belia Winnewisser

Die Musik der Züricher Künstlerin Belia Winnewisser ist ein mitreißendes Erlebnis for your mind, body and your soul. Ihr Sound changiert zwischen sanften Geräuschkulissen und fordernden Salven und ist zu gleichen Teilen Pop, Klangkunst und Clubmusik. Winnewisser war als Sängerin, Komponistin und Keyboarderin in verschiedenen Bandprojekten, wie der Indie-Supergruppe Silver Firs oder dem Pop-Duo α=f/ m und gehört zur neuen Avantgarde von Schweizer Künstler:innen, die aktiv versucht einen modernen Sound stetig neu zu definieren. Pünktlich zu unserem IIH-Open Air erscheint diesen Sommer ihr zweites Soloalbum Soda auf Präsens Editionen.

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LiÆn

In den sanft verschobenen Instrumentalklängen und dem emotionalen, aber ruhigen Gesang von LiÆn eingehüllt, erscheint die Außenwelt wie durch eine beschlagene Scheibe, durch die wie Erinnerungen Samples von persischem Autolärm, kreischenden Flamingos oder der täglichen Straßenbahnfahrt wie Erinnerungen dringen. Im Frühjahr dieses Jahrs ist das Debutalbum der Nürnbergerin auf Verydeeprecords erschienen. Dort finden sich neben minimalistischen Songskizzen und dichtem Ambieten-Rauschen auch große Pop-Gesten, die einen Vergleich zu Lana Del Rey zu Ultraviolence Zeiten oder The-Knife-artigen Soundscapes nicht scheuen.

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Dato Alaplaya & Valeriia Tureieva

Frei von musikalischen Dogmen geben Nürnbergs Solo-Pop-Sensation Dato Alaplaya und die Noise und sensual Industrial Newcomerin Valeriia Tureieva bei IIH-4 ihr gemeinsames Livedebut. Dato ist vielen in der Stadt aus Bands wie Code Canary (Synth- und Dreampop-Referenzmaschine) und Space Shuttle (Free Jazz), aber auch mit kleineren Projekten wie Farout (Acid House) ein Begriff. Valeriia überzeugt mit ihren kompromisslosen, rohen analogen Kompositionen und Sounds. Was beide eint ist eine überbordende Kreativität und Gefühl für Rhythmus und Melodie. Wir sind sehr gespannt, was uns live erwartet.

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